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Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft

Landesverband Westfalen - Bezirk Kreis Warendorf e.V. - Ortsgruppe Drensteinfurt e.V.

Küstenwachdienst Büsum`98

"Auf geht's am 27.06.98 in Drensteinfurt"


Baywatch im Nordseebad Büsum

Hier sind die Bilder

Baywatch am Nordseestrand: Als Rettungsschwimmer betätigten sich sieben DLRG-Mitglieder aus Drensteinfurt in den vergangenen drei Wochen.

Bestens vorbereitet schoben sie täglich ihren Dienst am Strand des Nordseebades Büsum, um den Urlaubern die bestmögliche Sicherheit bei ihren Ausflügen ins Wasser zubieten. Doch gerettet werden musste - zum Glück - niemand. Dies ergab sich sicherlich auch aus dem verregneten Sommer, den die Stewwerter an der Küste zwangsweise miterleben mussten. Wenn Petrus kräftig ausschüttete war natürlich niemand im Wasser. In den drei Wochen gab es lediglich vier Sonnentage, an denen die Urlauber sich auch mal ins kühle Nordseewasser begaben.


"Auf der lauer, auf der Mauer ..."

Vier Tage, an denen die DLRGler aus der Wersestadt dann allerdings alle Hände voll zu tun hatten. Neun Stunden am Tage mussten die Rettungschwimmer ein Auge auf den Strand haben, immer von 9 Uhr am Morgen bis um 18 Uhr. Doch nicht nur in den beiden Rettungsstationenwaren die Stewwerter zu finden, bei guten Wetter wurde der Einsatz auch um einen Streifendienst ausgeweitet. Alle Einsatzkräfte, bis auf den Funker und den Sanitäter, mussten dann aus den Container raus an den Strand. Dort stellten sie sich den unermüdlichen fragenden Urlaubern. Hauptthema war das Wetter, aber auch die Gezeiten und der Dienst als Rettungsschwimmer selber waren Thema, die die Feriengäste interessierten. Auch erste Hilfe wurde häufiger benötigt, hier ein kleines Pflaster, dort ein Verband. Mit den kleinsten Wehwehchen kamen die Urlauber zu den Rettungschwimmern.

"Ist dat windig hier"

An solchen Tagen freuten sich die Stewwerter natürlich auf den Feierabend. An einem Abend war jedoch alles anders : Die Rettungschwimmertaufe stand auf dem Programm. Diese Prozedur haben die Rettungschwmmer bei ihrem ersten Wachdienst an der Küste zu absolvieren. Sie besteht aus zwei Teilen, der inneren und der äußeren " Reinigung ". Die äußere Reinigung bestand darin, in der Nordsee zu schwimmen und zu beweisen, daß man fit ist und in Not auch jemanden retten kann. Der andere Teil, die innere Reinigung war für die Täuflinge der viel schlimmere und härtere Part. Sie mussten eine "Qualle" essen, die allerdings nur aus Gelantine bestand. Gemeiner Trick dabei: Die Qualle sah so echt aus, das die Kandidaten sie für bare Münze nahmen.


Die eklige Speise wurde mit einem Getränk runtergespült, das zugleich die Krönung der Taufe war. Es bestand aus Tabasco und Obstler, welche die Geschmacksnerven der Täuflinge hinreichend betäubte. Zum Ergebniss: Alle Rettungsschwimmer bestanden die Taufe und waren nachher froh, als sie den Zuschauern fröhlich die Urkunden präsentieren konnten.